aber versteht ihn der typische Auftraggeber oder Projektverantwortliche tatsächlich?
Was ist der typische Auftrag und deren Stakeholder, wenn LimeSurvey involviert ist?
Aus den vielen Jahren mit LimeSurvey würde ich grob folgende Auftragsszenarien erkennen:
1.) LimeSurvey wird als Tool für eine bestimmte Umfrage innerhalb einer Organisation etabliert. Hoher Standardisierungsgrad bei Erfassung und Auswertung. Wenig Bedarf für händisches Nacharbeiten. Datenbereinigung wird automatisiert und Auswertung oder Reports werden außerhalb von LimeSurvey gemacht.
2.) LimeSurvey wird für Ad-hoc-Befragungen von einem Dienstleister eingesetzt, Geringer Standardisierungsgrad. Nach Erfassung wird eine Datenbereinigung durchgeführt. Charts und Kommentierung werden als Lang- oder Kurzreport außerhalb von LimeSurvey erstellt. Das wäre die Vorgehensweise von Marktforschungsinstituten oder auch universitäre Instituten.
3.) LimeSurvey wird Ad-hoc eingesetzt. Methodisches Wissen ist beim User eingeschränkt vorhanden. LimeSurvey soll automatisch fast alles machen. Datenbereinigung findest nicht statt. Für die Auswertung werden keine externen Tools genutzt.
Es gibt immer mehr User, die aufgrund von Appnutzung über Smartphones und primärer Nutzung von SaaS nicht gewohnt sind, sich eigene Workflows lokal zusammenzustellen. Die Vorstellung eine Datendatei aus LimeSurvey herunterzuladen, dann mit verschiedenen Tools die Daten zu modifizieren, erscheint denen völlig abwegig.
Solange LimeSurvey keine User-URL-Verwaltung für Reports hat, erscheint mir LimeSurvey für Reports an verschiedene Stakeholder ungeeignet.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob Wunsch und Nutzungshäufigkeit nach Dashboards und Reporting-Oberflächen nicht eine starke Diskrepanz aufweisen. Zugang wollen immer alle, aber sich wirklich mit den Daten beschäftigen eher nicht.
Da sich LimeSurvey auf der Homepage mit SurveyMonkey, GoogleForms und Qualtrics vergleicht, könnte man hier ja mal eine Gegenüberstellung beim Reporting und Dashboard machen.